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Forschungs- und Drittmittelprojekte

"Emma Unantastbar"

Das Präventionsprojekt Emma unantastbar! wurde von der Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit dem Heckscher Klinikum München und Wildwasser München e.V. ins Leben gerufen. Unser Anliegen ist es, Mädchen mit geistiger Behinderung vor sexualisierter Gewalt zu schützen.

Wir möchten ein Präventionstraining entwickeln und evaluieren, das das Risiko für Mädchen mit geistiger Behinderung senkt, Opfer von sexualisierter Gewalt zu werden. Die Mädchen sollen lernen, Grenzverletzungen und potenziell gefährliche Situationen zu erkennen und Handlungskompetenzen zu entwickeln. Insgesamt soll das Selbstbewusstsein der Mädchen gestärkt werden.

Im Rahmen von Emma unantastbar! erhalten 146 Mädchen zwischen 8 und 12 Jahren mit leichter geistiger Behinderung ein Präventionstraining, das von Psychologen und Pädagogen an den Standorten München und Rostock durchgeführt wird. Die Teilnahme an EMMA unantastbar! ist kostenfrei.

Das Programm wird nach Abschluss der Studie Fachkräften, die mit Kindern mit geistiger Behinderung arbeiten, und ausgebildeten Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainern als Trainingsmanual über einen halböffentlichen Online-Zugang verfügbar gemacht.

Projektverantwortliche (Standort Rostock):
Wencke Chodan
Doberaner Straße 142, 18057 Rostock
0381 494 4433
wencke.chodan{bei}med.uni-rostock.de

Studienleitung:
PD Dr. phil. Olaf Reis
Gehlsheimer Straße 20
D-18147 Rostock
0381 494 9586
olaf.reis{bei}med.uni-rostock.de

Sekretariat:
Anja Schröter
Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock
0381 494 4611
0381 494 4612
anja.schroeter{bei}med.uni-rostock.de

Besuchen Sie uns auch auf Facebook oder unserer Homepage.

Rostocker Längsschnitt-Studie (ROLS)

Die ROLS ist eine prospektiv angelegte Längsschnittuntersuchung, die die Entwicklung von 294 Rostockern seit ihrer Geburt 1970/71 verfolgt. Europaweit findet sich keine Entwicklungsstudie mit längerer Laufzeit.
Der Ursprung der ROLS geht auf die immensen Fortschritte der Neonatologie und Perinatalmedizin in den 60er und 70er Jahren zurück, die der Evaluation harrten. Sie erwuchs aus den weltweiten Forschungen zum Stellenwert frühkindlicher zerebraler Belastungen als Erklärung für psychische Normabweichungen. Zu gleicher Zeit ging unter dem Stichwort "kompensatorische Erziehung" ein optimistischer Ruck durch die Erziehungswissenschaften.
Vor diesem Hintergrund zielte die ROLS darauf ab, die Interaktionswirkungen zwischen frühkindlichen zerebralen Belastungsfaktoren und Umweltverhältnissen durchschaubarer zu machen, Ursachen und Bedingungen psychischer Entwicklungsunterschiede aufzuzeigen und die Kenntnisse zur prognostischen Urteilsbildung zu vertiefen. Im weiteren Verlauf haben sich die konzeptionellen Orientierungen gewandelt und erweitert. Maßgeblich wurden der gesamte Entwicklungskontext, die Bewältigungsprozesse und der Leitgedanke, dass Heranwachsende zu Produzenten ihrer eigenen Entwicklung werden. Das hat zum Umdenken über die Rolle des Kindes im Sozialisationsprozess geführt. In der Psychopathologie erweiterte sich der Blick von den Ursachen für Fehlentwicklungen hin zur Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Ereignissen. Keine Einzelstudie kann all diese Strömungen abdecken, aber die ROLS ging von Anfang von der Auffassung aus, dass sowohl die Ätiologie von Störungen als auch der Verlauf von normalen Entwicklungen nur aus der Betrachtung des Individuum-Umwelt-Systems verständlich wird. Dieses Integrationsmodell leitete und leitet das Bemühen, die biologische, die intrapsychische und die soziale Analyseebene im Design der ROLS zu integrieren. Diesem Ansatz verdankt die Studie ihr Fortbestehen.

Nachrichten an das Untersuchungteam bitte an olaf.reis{bei}med.uni-rostock.de senden.

CAN Stop

Das CAN Stop Projekt ist eine vom Bundesministerium geförderte Studie, welche die Entwicklung und Evaluation eines Gruppentrainings zur Psychoedukation und Rückfallprävention für junge Menschen mit einem problematischen Cannabiskonsum beinhaltet. Das Gruppentraining wird an der Universitätsmedizin Rostock und dem deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalter am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf speziell für junge Menschen Personen entwickelt, die ihren Cannabiskonsum überdenken, einschränken oder beenden wollen.
Das CAN Stop Projekt startete im März 2008 und lief bis August 2011. Es wurde von Dr. Olaf Reis betreut und von Dipl.-Psych. K. Moré durchgeführt. Aus dem Projekt wurden die folgenden Ergebnisse veröffentlicht:

  • Baldus, C., Haevelmann, A., Reis, O., Thomasius, R. (2014). Internalisierendes Problemverhalten und Cannabiskonsum: Zusammenhänge und Einflussvariablen in einer Querschnittsuntersuchung 14- bis 23-jähriger Cannabiskonsumenten, Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 63, 200-218.
  • Baldus, C., Miranda, A., Weymann, N., Reis, O., More, K., Thomasius, R. (2011). "CAN STOP" Implementation and evaluation of a secondary group preventionm for adolescent and adult cannabis users in various contexts - study protocol. BMC Health Services Research, 11, 80.
  • Weymann, N., Baldus, C., Miranda, A., Moré, K., Reis, O., Thomasius, R. (2011). Trainereffekte in einem Gruppentraining für junge Cannabiskonsumenten, Sucht, 57, 3, 193-202.

Am Manual des Trainings und der Veröffentlichung der Evaluationsergebnisse wird derzeit gearbeitet. Nähere Auskünfte hierzu und zur Zukunft des Ansatzes können am Leitzentrum der Studie, dem DZSKJ Hamburg, eingeholt werden. Dr. Christiane Baldus (c.baldus{bei}uke.de) ist federführend in der Evaluation.

Die zirkadiane Rhythmik von Aktivitätsniveau, Endokrinologie und Clock Genen bei ADHS- Patienten und solchen mit unterdurchschnittlicher Intelligenz im Kindesalter

Die Studie ist selbstfinanziert und untersucht die Zusammenhänge zwischen genetischen, motorischen und hormonellen Parametern in der zirkadianen Rhythmik. Untersucht werden Jungen zwischen 8 und 12 Jahren mit ADHS, niedriger Intelligenz (ohne F-Diagnose) und gesunde Kontrollprobanden ohne Medikation. Je Gruppe sollen 10-15 Kinder integriert werden. Die Kinder sollen körperlich gesund sein und nicht unter einer Schlafstörung leiden.

Die Datengewinnung erfolgt durch ein Aktimeter, das für eine Woche an der nicht-dominanten Hand zu tragen ist, über die Sammlung von Speichel und Mundschleimhaut in einem Zeitraum von 24 Stunden nach festgelegtem Schema, über Fragebögen sowie, bei einem Teil der Probanden, über eine Polysomnografie. Die Beeinträchtigung der Kinder ist also sehr gering gehalten.

Projektverantwortlicher:
Dr. med. Alexander Dück
Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock
0381 494 2281
alexander.dueck{bei}med.uni-rostock.de

Kontakt:

Andrea Hammer
Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock
0381 494 4616
0381 494 4612
andrea.hammer{bei}med.uni-rostock.de