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Entwicklung und soziale Beziehungen, Prävention und Sozialpsychiatrie

AG Versorgungaspekte, Prävention und Stigma

Arbeitsgruppenleiter: Professor Dr. med. M. Kölch

 

Projekt: Kindliches Sexualverhalten und Sex-Offending (Wunsch)

Projektleiter: Dr. rer. hum. Dipl-Psych. Katharina Wunsch

AG transgenerationale Aspekte und KipkE

Arbeitsgruppenleiter: Professor Dr. med. M. Kölch

 

Projekt: CHIMPS-net

Projektleiter: Professor Dr. med. M. Kölch

 

 

Projekt: Verbesserte Versorgung für Familien mit psychischen Erkrankungen

Projektleiter: Professor Dr. med. M. Kölch

AG Nachbarschaft, soziale Ungleichheit und psychische Störungen

ROLS - Rostocker Längsschnittstudie

Die ROLS ist eine prospektiv angelegte Längsschnittuntersuchung, die die Entwicklung von 294 Rostockern seit ihrer Geburt 1970/71 verfolgt. Europaweit findet sich keine Entwicklungsstudie mit längerer Laufzeit.
Der Ursprung der ROLS geht auf die immensen Fortschritte der Neonatologie und Perinatalmedizin in den 60er und 70er Jahren zurück, die der Evaluation harrten. Sie erwuchs aus den weltweiten Forschungen zum Stellenwert frühkindlicher zerebraler Belastungen als Erklärung für psychische Normabweichungen. Zu gleicher Zeit ging unter dem Stichwort "kompensatorische Erziehung" ein optimistischer Ruck durch die Erziehungswissenschaften.
Vor diesem Hintergrund zielte die ROLS darauf ab, die Interaktionswirkungen zwischen frühkindlichen zerebralen Belastungsfaktoren und Umweltverhältnissen durchschaubarer zu machen, Ursachen und Bedingungen psychischer Entwicklungsunterschiede aufzuzeigen und die Kenntnisse zur prognostischen Urteilsbildung zu vertiefen. Im weiteren Verlauf haben sich die konzeptionellen Orientierungen gewandelt und erweitert. Maßgeblich wurden der gesamte Entwicklungskontext, die Bewältigungsprozesse und der Leitgedanke, dass Heranwachsende zu Produzenten ihrer eigenen Entwicklung werden. Das hat zum Umdenken über die Rolle des Kindes im Sozialisationsprozess geführt. In der Psychopathologie erweiterte sich der Blick von den Ursachen für Fehlentwicklungen hin zur Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Ereignissen. Keine Einzelstudie kann all diese Strömungen abdecken, aber die ROLS ging von Anfang von der Auffassung aus, dass sowohl die Ätiologie von Störungen als auch der Verlauf von normalen Entwicklungen nur aus der Betrachtung des Individuum-Umwelt-Systems verständlich wird. Dieses Integrationsmodell leitete und leitet das Bemühen, die biologische, die intrapsychische und die soziale Analyseebene im Design der ROLS zu integrieren. Diesem Ansatz verdankt die Studie ihr Fortbestehen.

Nachrichten an das Untersuchungteam bitte an olaf.reis{bei}med.uni-rostock.de senden.

AG Intelligenzminderung und psychische Störungen

Arbeitsgruppenleiter: Professor Dr. med. F. Hässler (extern)